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Nachfolger für Landrat Seiffert gesucht

  • Landrat Seiffert kündigt seinen Rücktritt an (8. März 2016)

    Der 64-Jährige bittet um Entlassung aus dem Amt zum 30. September dieses Jahres
    Wird zum 30. September dieses Jahres sein Amt als Landrat abgeben: Heinz Seiffert.
    Wird zum 30. September dieses Jahres sein Amt als Landrat abgeben: Heinz Seiffert.Bernd Weissbrod

    Ulm/Ehingen sz Paukenschlag in der Kreistagssitzung am Montagnachmittag: Landrat Heinz Seiffert, der seit dem Jahr 2005 im Amt ist, hat in der Sitzung seinen Rücktritt zum 30. September dieses Jahres angekündigt. „Ich bin jetzt in meinem 65. Lebensjahr und halte das nun für den richtigen Zeitpunkt“, erklärt Seiffert, der nun elf Jahre als Landrat die Geschicke des Alb-Donau-Kreises geführt hat.

    Kurz, trocken und knackig – so hat Landrat Heinz Seiffert am Montag in einer kurzen Rede seine Kreisräte darüber informiert, dass er zum 30.September dieses Jahres um die Entlassung aus seinem Amt bittet. „Ich bin gesund, das Amt macht mir Spaß, es gibt keine unlösbaren Probleme – alles ist bestens. Dennoch bitte ich darum, den Führerstand des rollenden Zuges Alb-Donau-Kreis verlassen zu können und bitte um meinen Ruhestand, um das Amt in jüngere Hände abgeben zu können“, betont Seiffert gegenüber den Kreisräten.

    Dabei sei die Entscheidung bereits vor drei Jahren zusammen mit seiner Frau Edelgard getroffen worden. Schon bei seiner Wiederwahl im Jahr 2013 habe Seiffert nach eigener Aussage angedeutet, die acht Jahre nicht komplett im Amt bleiben zu wollen. Warum Seiffert Ende September aufhört, habe einfache und formale Gründe. „Ab Oktober wird der Kreishaushalt für 2017 geplant, der im November eingebracht wird. Das kann dann mein Nachfolger tun“, sagt Seiffert, der 1974 als Kämmerer von Westerheim seine politische Karriere begonnen hat und seit 1977 Mitglied der CDU ist. Von 1982 bis 1994 war Seiffert Finanzbürgermeister in Ehingen, bevor er für den Wahlkreis Ulm als Bundestagsabgeordneter zuerst nach Bonn und dann nach Berlin ging. „Jede dieser Stationen hatte ihren Reiz. Ich will keine davon missen“, erklärt der Landrat, betont aber: „Die Zeit in der Bundespolitik war extrem hart für die Familie, für mich aber auch sehr spannend.“

    Die Zeit als Landrat habe Seiffert indes „unheimlich erfüllt“. „Weil wir Geld hatten und somit viele Entscheidungsmöglichkeiten gehabt haben.“ In seine Zeit als Landrat fielen beispielsweise alle Einweihungen der kreiseigenen Pflegeheime, der Bau und die Erweiterung der Gesundheitszentren und vieles mehr. „Wir haben immer noch die niedrigste Kreisumlage überhaupt und konnten unsere Schulden von 50 Millionen auf zehn Millionen Euro verringern“, sagt der 64-Jährige, der seit zehn Jahren auch beim Zweckverband der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) aktiv ist und deren Vorsitzender er seit April 2012 ist.

    „Die Energiewende war und ist eine extrem spannende Zeit. Wir standen und stehen vor gigantischen Aufgaben, um diesen Wandel vollziehen zu können“, so Seiffert, der sich damals enorm dafür eingesetzt hat, dass Frank Mastiaux Vorstandschef des Energieriesens wird. „Den habe ich durchgesetzt“, macht Seiffert deutlich. Mit dem Ende des Amtes als Landrat enden auch andere Ämter, wie beispielsweise der Aufsichtsrat bei der EnBW oder der Sparkasse Ulm. Über eine mögliche Nachfolge will sich Landrat Heinz Seiffert nicht äußern. „Grundsätzlich sage ich nichts zu meinem Vorgänger und zu meinen Nachfolgern“, will sich der Ehinger treu bleiben.

    Größtes Potenzial auf den Posten des Landrats hat indes der erste Landesbeamte Heiner Scheffold, den Seiffert vor drei Jahren unbedingt als seinen Stellvertreter haben wollte. „Ich kenne Heiner Scheffold schon lange, da er früher Fachdienstleiter Forst bei uns war. Er leistet bei uns hervorragende Arbeit und ich bin sicher, dass dies auch den Kreistagsfraktionen nicht verborgen geblieben ist.“

    Es darf weh tun

    Er selbst, und das betont Seiffert, sei alles andere als amtsmüde. „Das Problem ist, dass ich so alt bin. Deswegen ist jetzt der richtige Zeitpunkt für mich gekommen. Es fällt mir sicher nicht leicht – es darf sogar auch weh tun“, sagt Seiffert, erklärt aber. „Immer wenn ich eine Station in meinem Leben beendet habe, hat es weh getan.“ Was er konkret nach dem 30. September machen wird – das weiß der Landrat noch nicht. „Ich nehme mir nichts vor, außer zwischendurch auch mal faul zu sein. Ich freue mich auf diese Zeit. Ich will auf jeden Fall etwas öfter zum VfB Stuttgart ins Stadion gehen“, sagt Heinz Seiffert. Und natürlich werden seine drei Enkelkinder viel Zeit in Anspruch nehmen.

  • Landrat Heinz Seiffert geht

  • Reaktionen

    Oberbürgermeister Alexander Baumann„Wer Landrat Heinz Seiffert in letzter Zeit beobachtet hat, konnte ahnen, dass so etwas kommen wird. Der Zeitpunkt hat mich allerdings überrascht. Seine Motivation ist allerdings nachvollziehbar“, sagt Baumann, der seit 20 Jahren ein „sehr gutes Verhältnis“ zu Seiffert pflegt. „Wir hatten immer eine gute Basis für unsere Zusammenarbeit. Wir haben offenen Gespräche geführt, haben auch Themen besprochen, die nicht einvernehmlich waren. Das geht aber nur, wenn man gut miteinander kann“, betont Baumann, der es bedauert, dass Seiffert jetzt schon zum 30. September seinen Rücktritt angekündigt hat.

    Bundestagsabgeordnete Ronja Schmitt: „Dass Landrat Heinz Seiffert seinen vorzeitigen Rückzug aus seinem Amt erklärt hat, war für mich überraschend und erfüllt mich mit großer Traurigkeit. Schließlich hat Heinz Seiffert in verschiedenen Ämtern und Positionen dem Alb-Donau-Kreis in den vergangenen Jahrzehnten gedient und mit seiner offenen Art auch die Politik in der Region geprägt. Der Alb-Donau-Kreis verliert mit seinem Rückzug einen starken, bestens vernetzten Kämpfer für die Interessen des Landkreises.“ (tg)

    Allmendingens Bürgermeister Robert Rewitz: „Der Zeitpunkt hat mich total überrascht“, sagt Rewitz, der Heinz Seiffert schon seit mehr als 30 Jahren kennt und mit ihm durch „Arbeit und Freundschaft“ verbunden ist. „Er ist ein Landrat, der wusste, wie es ist, im ländlichen Raum zu leben und diesen zu repräsentieren, der es geschafft hat, den Kreis positiv nach außen wirken zu lassen.“ Rewitz stimmt es traurig, dass Heinz Seiffert nun sein Amt abgibt. „Er ist ein besonderer Mensch, eine Persönlichkeit. Er wird mir als Landrat fehlen.“ (meni)

    Rottenackers Bürgermeister Karl Hauler: „Ich war völlig überrascht. Ich hätte erst im nächsten Jahr mit diesem Schritt gerechnet, wenn er 65 Jahre als ist.“ Heinz Seiffert sei ein politisches Schwergewicht und hinterlasse große Fußstapfen. Das Landratsamt habe ständig neue Aufgaben hinzubekommen und sei aktuell gut geführt, so Hauler. „Wir haben im Landratsamt eine hervorragende Doppelspitze. Ich hoffe, dass ich seinen Nachfolger bereits kenne“, betont der Kreisrat. Seiffert habe in seiner Amtszeit stets den richtigen Ton getroffen. Dabei sei es egal gewesen, ob Lob oder Kritik anstanden. „Gerade bei Themen wie aktuell die Asylunterbringung muss ein Landrat auch mal Kante zeigen“, sagt Hauler. Seiffert sei draußen bei den Menschen und kein Landrat, der sich in seinem Büro einschließe und deshalb sei er auch in der Kreisbevölkerung immer gut angesehen gewesen.

    Rechtensteins Bürgermeisterin Romy Wurm: „Ich finde es sehr schade, dass Heinz Seiffert seinen Rücktritt angekündigt hat“, sagt die Kreisrätin. Auch Romy Wurm sei vom Zeitpunkt überrascht gewesen und hätte zeitigsten im kommenden Jahr mit dieser Entscheidung gerechnet. „Heinz Seiffert ist ein guter landrat, der gut zum Alb-Donau-Kreis passt.“ Sie habe vor allem an ihm geschätzt, dass Seiffert nah bei den Menschen sei, ein umfangreiches Wissen und einen tollen Humor habe. „Die Probleme, die die Kommunen haben, nimmt er immer sehr ernst“, sagt Bürgermeisterin Romy Wurm. Die hofft, dass derKreistag einen gleichwertigen Nachfolger für Heinz Seiffert finden wird. (eis)

    Oberdischingens Bürgermeister Friedrich Nägele: „Ich habe die Erklärung mit Bedauern aber auch mit Respekt aufgenommen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass er erst zum Herbst 2017 aufhört. Dass er nicht bis zum 68. Lebensjahr im Amt bleibt, hatte er schon angedeutet. Heinz Seiffert ist für mich ein Mensch mit Herz, Charisma, Bürgernähe und trotzdem Visionär. Mit viel Leidenschaft hat er den Alb-Donau-Kreis geprägt und vereint. Das gemeinsame Ganze war ihm wichtiger als der oder das Einzelne. Ein Zuhörer, der aber auch deutliche Worte nicht scheut. Aus der Region für die Region, für mich der ideale Landrat.“

    Erbachs Bürgermeister Achim Gaus: „Ich habe in der Kreistagssitzung nicht mit der Nachricht gerechnet. Herr Seiffert hat nach meiner Meinung in den letzten Jahrzehnten eine sehr intensive und sehr gute Arbeit für den Alb-Donau-Kreis und die Region geleistet und hat unsere Region stark mit geprägt. Insofern ist es schade, wenn eine solche Persönlichkeit die politische Bühne verlässt, wenngleich ich die Entscheidung respektiere und sehr gut nachvollziehen kann – und es ist in der aktuellen hervorragenden Situation, in der sich unser Landkreis befindet, vielleicht kein schlecht gewählter Zeitpunkt für einen Wechsel.“ (dkd)

    Kreisrat Jürgen Haas: „Ich war überrascht von der Mitteilung, respektiere aber seine Entscheidung“, sagt der Schelklinger Kreisrat Jürgen Haas. Ich schätze an Heinz Seiffert, dass die Parteizugehörigkeit in Bezug auf die Zusammenarbeit keine Rolle gespielt hat.“ Er habe stets verbunden und nicht entzweit. „Das sieht man daran, dass viele Entscheidungen einstimmig gefallen sind.“ (meni)

    Griesingens Bürgermeister Oliver Klumpp: „Es hat mich schon überrascht, dass Heinz Seiffert sein Ausscheiden angekündigt hat“, sagt Oliver Klumpp, der die Begründung für die Entscheidung verstehen kann. „Er hat in seinen vielen politischen Ämtern und Positionen sehr viel erreicht und war stets für alle Bürger ansprechbar. Seine gelebte bürgerfreundliche Art und seine bodenständige Erscheinung haben ihn besonders geprägt.“ (dkd)

  • Heiner Scheffold bewirbt sich als Landrat

    Der 53-jährige Erste Landesbeamte möchte Nachfolger von Heinz Seiffert werden
    Heiner Scheffold bewirbt sich auf die Stelle des Landrats.
    Heiner Scheffold bewirbt sich auf die Stelle des Landrats.arc

    Ulm sz Der Erste Landesbeamte im Alb-Donau-Kreis, Heiner Scheffold, wird sich um die Nachfolge von Landrat Heinz Seiffert bewerben. Nach „guten Gesprächen“ mit der CDU-Fraktion und den Freien Wählern habe sich Scheffold dazu entschlossen, seinen Hut in den Ring zu werfen.

    „Ich habe mit den Freien Wählern und der CDU gesprochen, ebenso mit den Fraktionsspitzen von SPD und Grüne. Aus den Gesprächen habe ich durchweg positive Signale erhalten“, erklärt Scheffold, der sich nun also auf die Stelle des Landrats im Alb-Donau-Kreis bewerben wird. „Auf solch eine Position kann man nicht hinarbeiten. Natürlich kann ich aber zum jetzigen Zeitpunkt sagen, dass der Beruf des Landrats für mich eine Wunschposition ist. Die Stelle ist ausgesprochen attraktiv, anspruchsvoll und als Landrat kann man viel direkt für die Bürger und Kommunen bewegen“, betont der 53-jährige Familienvater, der gebürtig aus dem Schwarzwald ist und in Ehingen wohnt.

    Wachsende Herausforderungen

    „Der Alb-Donau-Kreis ist gut aufgestellt und hat gute Zukunftsperspektiven. Aber in den absehbar schwieriger werdenden Zeiten wachsen die Herausforderungen schnell, die es dann zu lösen gilt, wie man an großen Themen wie dem Zustrom von Asylbewerbern und der Energiewende sieht. Auch bei großen Herausforderungen der Strukturpolitik, wie beispielsweise der Breitbandentwicklung, ist der Landkreis selbst und als Unterstützer der Städte und Gemeinden stark gefordert“, erklärt Scheffold und sagt: „Mich reizt es, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen und gemeinsam mit dem Kreistag und der Kreisverwaltung diesen Landkreis zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger, der Kommunen und Unternehmen weiterzuentwickeln. Dies auch deshalb, weil ich seit 17 Jahren in diesem Landkreis lebe und mich sehr wohl fühle. Meine Arbeit als Erster Landesbeamter und stellvertretender Landrat an der Spitze der Verwaltung, die ich seit drei Jahren wahrnehme, macht mir jeden Tag viel Freude. Hohe Anteile meiner Aufgaben haben kommunalpolitische Relevanz und ich bin in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden. Gerne möchte ich nun noch mehr Verantwortung übernehmen.“

    „Seit der Gründung des Alb-Donau-Kreises haben die Landräte und Kreistage gemeinsam mit der Kreisverwaltung den Landkreis sachorientiert weiterentwickelt und ihn vom unteren Tabellenende in den Bereich der Tabellenspitze in Baden-Württemberg geführt. Gemeinsam mit dem Kreistag und der Kreisverwaltung möchte ich den Landkreis in der Erfolgspur halten und zusätzliche Impulse für seine Entwicklung geben. Ich bin überzeugt, dass ich diese anspruchsvolle Aufgabe aufgrund meiner sehr breiten beruflichen Qualifikation und Erfahrung, die ich mir in unterschiedlichen Führungsfunktionen und Verwaltungsebenen, in verschiedenen Landesteilen und auf der Führungsakademie Baden-Württemberg erworben habe, aber auch auf der Basis meiner kommunalen Erfahrung und meiner Ortskenntnisse im Kreis erfolgreich wahrnehmen kann“, so der parteilose Scheffold weiter.

    CDU unterstützt Scheffold

    Der CDU-Fraktionsvorsitzende Im Kreistag, Jens Kaiser, hat am Dienstag in einer Pressemitteilung die Position der Union deutlich gemacht: „Nach der Ankündigung von Landrat Heinz Seiffert im September dieses Jahres in den Ruhestand treten zu wollen, soll sein Nachfolger noch vor der Sommerpause vom Kreistag gewählt werden. Der Zeitplan zur Wahl des Landrats ist damit zeitlich durchaus ambitioniert. Daher hat sich die CDU-Kreistagsfraktion bereits am gestrigen Montag zu diesem Thema beraten. In diesem Zusammenhang wurde der Erste Landesbeamte des Alb-Donau-Kreises, Heiner Scheffold, zu einem Sondierungsgespräch eingeladen“, erklärt Kaiser und betont: „Aufgrund seiner erfolgreichen Tätigkeit in den vergangenen drei Jahren, seiner fachlichen Kompetenz und seiner Persönlichkeit war dies eine naheliegende Option. Heiner Scheffold genießt in der Fraktion hohes Ansehen und großes Vertrauen. Nach einer Vorstellungs- und Fragerunde waren sich die Fraktionsmitglieder nach anschließender Aussprache einig, dass sie eine Kandidatur von Heiner Scheffold für das Amt des Landrats im Alb-Donau-Kreis sehr begrüßen würden. Für den Fall seiner Bewerbung wird die CDU-Kreistagsfraktion keine aktive Kandidatensuche betreiben und die Wahl Scheffolds zum Landrat des Alb-Donau- Kreises unterstützen.“

  • In wenigen Minuten beginnt im Landratsamt in Ulm die Wahl des neuen Landrats des Alb-Donau-Kreises. Die Kreisräte nehmen langsam Platz. Jeder einzelne wurden von Kandidat Heiner Scheffold und seiner Frau per Handschlag begrüsst.
  • Landrat Heinz Seiffert eröffnet die Sitzung.
     
  • Der einzige Bewerber Heiner Scheffold tritt ans Mikrofon und stellt sich vor. " Für mich ist heute ein besonderer Tag. Es ist meine erste Gremienwahl und Sie als Kreisräte entscheiden darüber, ob Sie es mir zutrauen, diesen Landkreis gemeinsam mit Ihnen kreativ und kraftvoll in eine gute Zukunft zu führen."
  • Scheffold: Die Mobilität ist das Rückgrat des ländlichen Raumes und zudem ein zentraler Baustein bei der Gestaltung des demografischen Wandels. FÜr ein Unternehmen ist der Standort zwar wichtig, aber noch entscheidender wird sein, wie schnell man von dort seine Zielorte regional und weltweit erreicht.
  • Scheffold: Unsere wohnortnahe, flächendeckende, dezentrale und moderne Gesundheitsversorgung, die unsere Tochter ADK Gesundheit und Soziales zur Verfügung stellt, ist ein weiterer zentraler Baustein für mich. Wir müssen diese zu finanzierbaren Konditionen aufrecht erhalten, weiterentwickeln und, wo notwendig und möglich, ausbauen.
  • Scheffold: Die Breitbandversorgung wird ein Schwerpunkt der nächsten Jahre. Es darf aber weder Schlaglöcher, noch Funklöcher geben.
  • Scheffold: Kommunen, Unternehmer und Bürgerinnen spüren, wo Entscheidungen von einer Verwaltung konstruktiv und proaktiv begleitet werden. Nach meinem Verständnis ist die Verwaltung Dienstleister für die Menschen, wie auch für Firmen und Gemeinden.
     
  • Scheffold: Meine Führungsaufgabe im Haus nehme ich sehr ernst. Dabei lege ich auf ein vetrauensvolles Miteinander und ein gutes Betriebsklima sehr grossen Wert.
  • Scheffold: Selbstverständlich ist es für mich, dass ich das gute Verhältnis zu unseren Nachbarkreisen und Partnern pflege und wir dort, wo es sich anbietet, auch kooperieren.
  • Scheffold: Ich möchte die Ziele, die Konzeption und die Vorhaben des Landkreises stets auf das realistisch umsetzbare ausrichten und keine Luftschlösser bauen.
  • Scheffold: Seit 17 Jahren lebe ich mit meiner Frau und unseren drei Kindern in diesem Landkreis und wir fühlen uns hier seit der ersten Minute sehr wohl. Als gebürtiger Schwarzwälder ist mir der Alb-Donau-Kreis Heimat geworden.
  • Das Wahlergebnis ist da: Heiner Scheffold ist mit 57 von 58 abgegebenen Stimmen zum Landrat gewählt worden. 
     
    16.27 Uhr: die Wahl ist beendet, jetzt wird ausgezählt!
     
    Heiner Scheffold hat seine Rede nach gut 20 Minuten beendet. Es gab viel Applaus von den Kreisräten. Scheffold verlässt nun den Saal.
  • Die Wahl beginnt. Die ersten Kreisräte machen sich auf den Weg zur Wahlurne. Die Wahl ist natürlich geheim!
     
  • Überwältigende Mehrheit für künftigen Landrat Scheffold

    von Ludger Möllers

    Heiner Scheffold (53) wird am 1. Oktober Landrat des Alb-Donau-Kreises. Der Kreistag wählte den parteilosen Scheffold am Montag mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger von Heinz Seiffert., der nach fast elf Jahren im Amt seinen Rückzug zum 30. September angekündigt hatte.

    Scheffold erhielt 57 von 58 Stimmen des Kreistags. Alle Fraktionen – CDU, SPD, Freie Wähler und Grüne – hatten im Vorfeld der Wahl Scheffold ihre Unterstützung zugesagt. Die Amtszeit beträgt acht Jahre. Gut 190000 Menschen leben in den 55 Städten und Gemeinden des Landkreises, größte Stadt ist Ehingen.

    Scheffold ist seit April 2013 als Erster Landesbeamter und somit als Stellvertreter im Alb-Donau-Kreis tätig. Zuvor hatte war er als Forstamtsleiter in Ehingen (von 1999 bis 2004) tätig, wechselte dann ins Landratsamt Alb-Donau und leitete dort von 2005 bis 2006 den Fachdienst Forst. Anschließend war er für sieben Jahre im Stuttgarter Ministerium für Ländlichen Raum tätig.

    „Naturbursche“ mit Liebe zum Wald und zu den Bergen

    Scheffold lebt mit seiner Familie seit etlichen Jahren in Ehingen. Man könne ihn als „Naturburschen“ bezeichnen kann, stimmte Scheffold vor drei Jahren zu: „Ich habe eine tiefe emotionale Bindung zur Natur, speziell zum Wald. Dort fühle ich mich richtig wohl“, sagte der passionierte Bergsportler 2013, der in seiner Freizeit liebend gerne mit Klettergurt in den Bergen unterwegs ist.

    Ob Mont Blanc, Kilimandscharo oder irgendwo in den nahe gelegenen Alpen – Heiner Scheffold ist ein Sportler, der bei seinen Touren auch einmal an die physischen und psychischen Grenzen geht. „Wenn du am Berg bist, musst du dich nur darauf konzentrieren. Das macht das Abschalten vom Alltag sehr einfach“, sagte Scheffold.

    Und wenn der 50-Jährige, der übrigens eine gute Freundschaft zu Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann pflegt, wobei beide Privates und Dienst gut trennen können, mal keine Zeit für die Berge hat, kann er sich auch bei Musik entspannen. „Ich höre Klassik – davon aber nicht viel. Ich stehe aber auf Bands wie Deep Purple und Led Zeppelin, Joe Cocker, Elton John oder Amy MacDonald finde ich auch richtig gut.“

    Breitbandausbau voran gebracht

    Der künftige Landrat hat in der vergangenen Jahren besonders den Breitbandausbau voran getrieben und anlässlich seiner Bewerbung sein Programm skizziert: „Der Alb-Donau-Kreis ist gut aufgestellt und hat gute Zukunftsperspektiven. Aber in den absehbar schwieriger werdenden Zeiten wachsen die Herausforderungen schnell, die es dann zu lösen gilt. Das ist zu sehen an großen Themen wie dem Zustrom von Asylbewerbern und der Energiewende. Auch bei den großen Herausforderungen der Strukturpolitik, wie beispielsweise der Breitbandentwicklung, ist der Landkreis selbst und als Unterstützer der Städte und Gemeinden stark gefordert.“

    Er sei überzeugt, dass er die anspruchsvolle Aufgabe aufgrund seiner sehr breiten beruflichen Qualifikation und Erfahrung, die er in unterschiedlichen Führungsfunktionen und Verwaltungsebenen, in verschiedenen Landesteilen und auf der Führungsakademie Baden-Württemberg erworben habe, aber auch auf der Basis seiner kommunalen Erfahrung und seiner Ortskenntnisse im Kreis erfolgreich wahrnehmen könne, sagte Scheffold im Vorfeld der Wahl.

    Seiffert zieht sich zurück

    Der bisherige Landrat, der CDU-Politiker Heinz Seiffert hatte im März nach etwa elf Jahren an der Kreisspitze seinen Rückzug in den Ruhestand angekündigt, Seiffert, der zuvor Ehinger Finanzbürgermeister und CDU-Bundestagsabgeordneter war, geht zum 30. September in den Ruhestand gehen: „Ich stehe dann im 65. Lebensjahr und halte das für den richtigen Zeitpunkt, um das Amt in jüngere Hände weiterzugeben“, hatte Seiffert Anfang März mitgeteilt. Er ist seit 2005 Landrat, 2013 hatten 57 von 62 Kreisräte ihre Stimme dem Politiker gegeben. Seiffert stammt aus Münsingen (Kreis Reutlingen), ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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