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Falschmeldungen über Horrorclowns Live

 "Erstelle einen Witz in wenigen Sekunden": So fordert das Internetportal "24aktuelles" seine Benutzer dazu auf, Nachrichten frei zu erfinden und sie dann bei Facebook und Twitter zu verbreiten. Dort werden die täuschend echt aussehenden Falschmeldungen von vielen für bare Münze genommen.

Angebliches Attentat in Weingarten

Besonders beliebt dieser Tage sind Geschichten über Horror-Clowns. Nachdem am Dienstag in Berlin tatsächlich ein Mann mit einer Clownsmaske niedergestochen wurde, häufen sich im Netz Falschmeldungen über solche Attacken. Ein Leser der Schwäbischen Zeitung schickte diese Falschmeldung über einen Horror-Clown aus Weingarten an die Digitalredaktion:

 

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Weitere Überschriften solcher Falschmeldungen lauten "Nördlinger (44) verprügelt Killer-Clown auf der Marienhöhe mit tragischem Ende für den Clown" oder "34 Jähriger Lindauer ersticht "Killer Clown". Letztere Nachricht soll auf Facebook über 50.000 mal geteilt worden sein.

"Es ist alles nur Spaß"

Gerade wer nur schnell die Überschriften scannt, kann dann schnell nicht mehr erkennen, was wahr und was falsch ist. Nachrichten, die als Quellenangabe "24aktuelles.com" enthalten, sind jedoch alle frei erfunden.

 

 

 

Den Hinweis auf den fiktiven Charakter der Meldungen sehen Nutzer allerdings erst, wenn sie auf der Seite ganz nach unten gescrollt haben. Mehr als 400 Falschmeldungen über Horrorclowns haben die Fälschungsjäger der Internetseite "mimikama.at" bis zum 24. Oktober bei "24aktuelles.com" ausgemacht. Der Verein, der Internetfälschungen entlarvt, hofft jedoch, dass die Fake-Seite bekannter wird und so auch die Grundskepsis von Internetnutzern steigt.

Zehn Fälle gemeldet

Dem Polizeipräsidium Konstanz erschweren die Falschmeldungen derweil die Arbeit erheblich, wie Pressesprecher Markus Sauter sagt. Insgesamt seien beim Polizeipräsidium Konstanz zehn Clown-Fälle gemeldet worden. 

"Für uns ist es ganz schwer, die eingehenden Vorfälle zu verifizieren", sagt Sauter. Er weist auch darauf hin, dass sich die Verbreiter von solchen Falschnachrichten strafbar machen können. Und weiter: "Wird durch die Falschmeldung ein Polizeieinsatz ausgelöst, muss derjenige, der sie verbreitet hat, die Kosten dafür übernehmen."

 

 
 

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